Griesmoarkogel und Gr. Schober

am 20.12.2008

Griesmoarkogel 2.009 m, Gr. Schober 1.895 m - 1.650 Hm

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mit dabei:
Hans Jörg, Michael und Philipp



Alle Jahre wieder
Lockt das Liesingkar
Mit so schönem Pulver
Wie im letzten Jahr


(Bitte andächtig verharren, die Melodie des Weihnachtsliedes ?Alle Jahre wieder? summen, den obigen Text noch einmal lesen oder gleich dazu singen!)

Spätestens jetzt sollte bei allen von euch - so wie auch bei mir - Weihnachtsstimmung aufgekommen sein.


Jetzt aber zur letzten Herbsttour (der astronomische Winter beginnt ja erst morgen) des Jahres

Gr. Schober 1.895 m
Blasius, der Lawinenbaumeister, hat in der letzten Woche ganze Arbeit geleistet. Zuerst wurde der Schnee vom Süden nach Norden verfrachtet und zuletzt ging es, verbunden mit Neuschneezuwachs, in der umgekehrten Richtung los. Es war daher wieder einmal eine Sicherheitsour im bewaldeten Bereich angesagt. Der Doppelklassiker in der Liesing war dafür an diesem Samstag das geeignetste Ziel.

Die einzigen morgendlichen Sonnenstrahlen oberhalb des Gehöfts Reichenstaller beim Aufstieg
Ab dem Parkplatz beim Reichenstaller galt es im Neuschnee eine frische Spur zu ziehen. Die einzigen Sonnenstrahlen dieses Tages haben sich ganz kurz an den Hängen oberhalb des Gehöfts gezeigt, bevor eine frische Brise uns einen Vorgeschmack dessen gegeben hat, was uns weiter oben und vor allem oberhalb der Waldgrenze erwarten würde.

Aufstieg oberhalb des Steinbruchs
Oberhalb des Steinbruchs und am weiteren Weg hinauf zur Beisteiner Alm hatten sich auch schon Wechten als kleine Hindernisse beim Spuren aufgebaut. Ab der Alm hat uns dann eine Gruppen von Tourenkollegen, denen wir in dieser Saison schon das dritte Mal begegnet, sind den weiteren Aufstieg in ihrer Spur erleichtert.

Unwirtliche Verhältnisse beim Gipfelanstieg
Am Kamm weiter oben war es dann sowieso aus mit dem Neuschnee, da hier alles, was an lockerem Weiß herumgelegen war, vom Wind in alle Himmelsrichtungen in tiefere Regionen verfrachtet wurde. Der immer stärker werdene Wind hat mich auch zu einem kurzen Geländeausflug unterhalb des Gipfelaufschwungs gedrängt, um ein Fellsackerl, das einem Mitglied aus der Gruppe vor uns entrissen worden war, zu bergen.

Unwirtliche Verhältnisse beim Gipfelanstieg
Der Schnee war hier stellenweise pickelhart und das Anlegen der Harscheisen wäre kein Fehler gewesen; wegen der Kürze des Gipfelanstiegs haben wir aber darauf verzichtet. Nach knapp 2 ¼ Std (mit Jausenpause auf der Beisteiner Alm) waren wir am Gipfel.

Abfahrt in den Liesingkarsattel
Der inzwischen sehr böige Wind hat uns den Gipfelaufenthalt verleidet.Zwischendurch haben wir ordentlich Mühe gehabt, das Gleichgewicht zu halten und erst recht, alle losen Ausrüstungsgegenstände zu sichern. Daher haben wir sehr schnell auf Abfahrtsbetrieb umgerüstet und sind anfangs wegen der herausschauenden Steine noch sehr vorsichtig bis knapp unterhalb des Liesingkarsattels abgefahren.

Pulvertraum im Liesingkar
Ab da gab es aber dann keine Zurückhaltung mehr beim Hinunterjubeln in Richtung Liesingkaralm. Eine vom Wind völlig unbeeinflußte Neuschneedecke auf einem festen Harschdeckel ist die wohl perfekteste Unterlage, die man sich für eine Genussabfahrt wünschen kann. Und obwohl das Kar aus der Vogelperspektive noch wie ein fast undurchdringlicher Erlengürtel ausgesehen hatte, haben wir eine perfekte Route bis hinunter zur Grabenquerung auf Höhe der Liesingkaralm gefunden.

Kurze Rast vor der Grabenquerung zur Liesingkaralm
Nach der kurzen Gegensteigung ging es dann von der Liesingkaralm durch den Wald hinunter zum Bankerl auf Höhe des Steinbruchs, wo sich für uns die Runde wieder geschlossen hat. Danach sind wir der Aufstiegsroute durch den Hohlweg bis hinunter zur Weggabelung in Richtung Silberling und Gr. Schober gefolgt.

Weganstieg zum Gr. Schober
Jetzt hat sich vorerst einmal die Gelegenheit geboten, die durch den Sturm ausgefallene Gipfeljause nachzuholen. Danach wurde wieder aufgefellt und es ging in einer sehr gut ausgetretenen Spur in Richtung Gr. Schober. Nach der langen Wegpassage hat im Bereich der Haggenalm ein frisches Lüfterl bei mittlerweile einsetzendem Schneefall uns neuerlich einen Vorgeschmack auf das windige Gipfelvergnügen gegeben.

Aufstieg durch den ?Weihnachtswald?
Im Hohlweg und auch im Anstieg durch den ?Weihnachtswald? hat uns der kalte Wind aber noch verschont. Bevor es ins freie Gelände ging, haben wir unsere Ausrüstung noch einmal nachgebessert und sind dann die restlichen Höhenmeter zum Verbindungsrücken zwischen Leckenkoppe und Gr. Schober aufgestiegen. Im Schneesturm haben wir uns dann in Richtung Osten dem Gipfel zugewandt und diesen nach einer gemütlichen Aufstiegszeit von 1Std 40 min erreicht.

Frostige Gipfelrast am Gr. Schober
Bedingt durch die unwirtlichen äußeren Bedingungen und auch weil sowieso nicht mehr viel Jause im Rucksack zu finden gewesen wäre haben wir sehr schnell wieder den Rückweg angetreten und uns entlang des Aufstiegsweges zuerst wieder dem Wind entgegen nach Westen gewandt. Danach sind wir in den lockeren Wald eingefahren. Anfangs haben wechselnde Schneeverhältnisse (kleine Presschneewechten, Harsch und Pulver) das Abfahrtsvergnügen noch ein bisschen getrübt.

Paradepulver bei der Abfahrt vom Gr. Schober
Im Schutz der Bäume war aber auch hier der Pulverschnee von gleichmäßiger Konsistenz. Bis hinunter zum Hohlweg war also wieder Jubeln angesagt. Der Hohlweg selbst war ebenso tadellos fahrbar. Und der anschließende Hang bei der Haggenalm hat uns noch einmal für die vielen Höhenmeter zuvor belohnt.

In flotter Fahrt (sofern der Schi gewachst war) ging es dann zurück zum Ausgangspunkt der Tour und bei unvermindert dichtem Schneefall weiter zum Einkehrschwung in Kalwang.

Abschließend wünsche ich noch einen schönen 4. Adventsonntag.
4. Advent



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