Kragelschinken und Plöschkogel

am 27.12.2008

Kragelschinken 1.845m und Plöschkogel 1.668m ? 990Hm

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mit dabei:
Christoph


Nach den weihnachtlichen Völlereien hat uns der unbändige Bewegungsdrang zu einer Ausdampftour gedrängt. Spät am Vorabend haben wir uns wegen Christophs übervollem Terminkalernder zu einer vormittäglichen Blitztour entschlossen.

Auf der Teichenegg Alm
Während viele andere an diesem frühen Morgen schon zum Frühshopping in den Elektronikmärkten Schlange gestanden sind, sind wir in Graz bei Schneefall weggefahren. Dieser hat während der Anfahrt etwas nachgelassen. Nachdem sich aber alle höheren Gipfel der Umgebung in der niedrigen Wolkendecke versteckt hatten, haben wir unseren urspünglichen Plan der Besteigung des Stadelsteins verworfen und uns dem klassischen ?Schlechtwetter ?Zweigestirn? Kragelschinken und Plöschkogel zugewandt.

Der Windsack beim Aufbruch in der Ramsau lässt für die höheren Regionen Ungemütliches erwarten.
In der Ramsau sind wir bei ? 6 Grad und leichtem Schneefall weggegangen. Zudem hat ein frisches Lüfterl geblasen und wir haben uns schon auf eine windige Partie in der Gipfelregion eingestellt, war doch eisiger Wind aus NO prognostiziert. Diese Erwartung hat sich Gott sei Dank später nicht erfüllt.

Aufstieg von der Teichenegg Alm zum Teicheneggsattel
Entlang der Rodelpiste ging es in den Lasitzengraben und dann weiter hinauf zur Teichenegg Alm, wo wir eine kurze Rast eingelegt haben. Danach sind wir durch den zauberhaft verschneiten Wald weiter zum Teicheneggsattel angestiegen. Und ist es hier üblicherweise Zeit, die winddichte Oberbekleidung überzustreifen, so hat es diesmal in diesem Bereich überhaupt nicht geblasen.

Ein mächtiges Schneebrett aus der SO Flanke des Kragelschinken knapp oberhalb des Teicheneggsattels
Weiter ging es also hinauf über den Gratrücken zum Kragelschinken. Aus dessen SO Flanke hatte sich ein ziemlich großes Schneebrett gelöst, das bis auf Grund abgegangen ist. Eine schnelle Kontrolle hat uns gezeigt, dass keine Schispur in den Bereich der Lawine hineingegangen ist. Auch eine Aufstiegsspur knapp unterhalb des Lawinenkegels war nicht verschüttet.

Aufstieg vom Teicheneggsattel zum Kragelschinken
Bei leicht auffrischenden Wind sind wir die letzten Höhenmeter hinauf zum Gipfel, wobei sich abgeblasene Flächen und kleine Wechten abgewechselt haben. Nach einer Aufstiegszeit von insgesamt 1 Std 50 min haben wir den ersten Gipfel des Tages erreicht. Bei ? 10 Grad war es trotz des gottlob nicht eingetroffenen Windes nicht wirklich heimelig und deswegen haben wir den Gipfelaufenthalt ziemlich kurz gehalten.

Pulvertraum bei der Abfahrt vom Kragelschinken
Danach gab es mit der Abfahrt zum Blauen Herrgott das erste Highlight dieses Tages. Herrlich flockiger Pulverschnee der Marke ?Frau Holle? lag auf einer festen Altschneeschicht und ist unter unseren Schwüngen weggestaubt. Da hat die eine oder andere Abfahrtsspur von Vortag nicht gestört. Vielmehr war wieder einmal Jubeln angesagt. Viel zu schnell war also die Abfahrt vorbei und nach dem Anfellen ging es hinauf zum zweiten Tourenziel dieses Tages, dem Plöschkogel.

Vater und Sohn am Plöschkogel
Diesen haben wir nach 10 weiteren Aufstiegsminuten erreicht und jetzt die Gipfeljause nachgeholt. Auch hier waren wir die ersten an diesem Tag. Nach der Stärkung haben wir dann den Weg in Richtung Kaltenbachrinne eingeschlagen. Im oberen flacheren Bereich hat uns sogar die Sonne kurz die Ehre erwiesen. Danach sind wir durch Pulverschnee von nicht minderer Qualität wie am Kragelschinken hinunter gerauscht.

Herrlicher Pulver auch am Weg hinunter zur Sprungschanze
Und weil es so schön war, haben wir auch auf den letzten Schlag hinunter zur Sprungschanze nicht verzichten wollen und den Forstweg in Richtung Lasitze Forstweg sein lassen. Auch diese Entscheidung war eine weise, da der Schnee auch hier noch sehr pulvrig war. Und die Unterlage darunter war bestens tragfähig. So war also ein drittes Mal Jubeln angesagt.

Im Skatingstil zurück zum Parkplatz
Danach ging es im Skating ? Stil auf der Loipe zurück zum großen Parkplatz, auf dem inzwischen kein Auto mehr einparken konnte, so voll war er. In der Früh hätten wir uns noch jeden einzelnen der Parkplätze aussuchen können. Um 5 Minuten vor 11.00 Uhr haben wir diese herrliche Tour schon wieder beendet gehabt.

Und dass es nicht auch noch eine Blitztour in einem anderen Sinne wird, hoffe ich noch. Das versteckte Radarkastl auf der Phyrnautobahn hat meine möglicherweise leicht erhöhte Geschwindigkeit hoffentlich nicht aufgezeichnet. Jedenfalls waren wir trotz Einkehrschwunges beim ?Schwarzen Adler? in Vordernberg so rechtzeitig wieder in Graz, dass Christoph jetzt gar nicht weiß, was er mit der einen Stunde, die er zu früh nach Hause gekommen ist, anfangen soll. Seinen Zug nach Wien hat er jedenfalls mehr als rechtzeitig erreicht (das hoffe ich halt ? gegenteiliges habe ich nicht vernommen).


Zu guter Letzt gilt es Charly für sein weihnachtliches Facelifting meiner website zu danken und ihm gleichzeitig ?Alles Gute? zu seinem heutigen Geburtstag zu wünschen.



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