Herberge (3x)

am 31.01.2009

Herberge 1.720 m - 1.630 Hm

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mit dabei:
Michael


Aufstieg am Mießbrand
Nach einer Geburtstagsfeier mit übermäßigem Konsum am Vorabend (dem Schwiegerpapa auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute und viel Erfolg bei deinen künftig noch intensiveren sportlichen Ambitionen mit neuem Material) ging es in der Früh in Wald am Schoberpass bei -6 Grad und leichtem Schneefall etwas schaumgebremst los.

Viel eingewehter Schnee am Mießbrand
Entlang des sehr gut geräumten Forstweges haben wir hinauf auf den Mießbrand anfangs viel Strecke mit wenig Höhengewinn gemacht. Ab der Kehre hinein in den Sulzbachgraben war dann auch der Forstweg nicht nur nicht mehr geräumt, sondern auch ziemlich eingeweht. Ab da war Spuren angesagt.

?Schneestudium? am Weg zur Brunnebenalm
Die nächste Geländestufe haben wir während des Spurens vor allem zum Studium der Schneebeschaffenheit genutzt. Die Sonneneinstrahlung vom Vortag hatte den Hang in den nach Süden und Westen ausgerichteten Expositionen mit einer knusprigen Schicht überzogen. Diese beim Spuren zu durchbrechen war ein zusätzlicher schweißtreibender Kraftaufwand.

?Schneestudium? am Weg zur Brunnebenalm
In den flacheren Passagen oberhalb hinauf bis zur Brunnebenalm haben weitere, diesmal auch akustische Wahrnehmungen unsere Tourenplanung für den Rest des Tages entscheidend beeinflußt. Jede Menge von Wumm-Geräuschen beim Überqueren der mäßig geneigten Hänge hat unsere Sensoren auf ?Achtung? geschaltet. Zu diesem Zeitpunkt haben wir beschlossen, an diesem Tag unsere Gipfelambitionen zu vergessen, dafür aber zumindest einige schöne Abfahrtsmeter zu genießen. Diese haben wir wegen des Bruchharschs zu diesem Zeitpunkt ganz sicher nicht im Bereich der bisher zurückgelegten Strecke vermutet.

Aufstieg von der Brunnebenalm zur Herberge
Auch die Böschungen rund um die Brunnalm waren mit einer brüchigen Harschschicht überdeckelt. Angesichts dieser und auch wegen der Geräusche zuvor sind wir nicht entlang der Wanderwegsmarkierung, sondern im lichten Hochwald etwas nördlich, zuletzt aber wieder am Weg, zur Herberge aufgestiegen.

1. Abfahrt in die Kurzteichen
Und hier hatten wir erstmals an diesem Tag wirklichen Grund zum Jubeln. Trotz 2 Std 40 min, die wir ob der anstrengenden Spurerei bis hierher bereits unterwegs waren, war der herrliche Hang hinunter in die Kurzteichen noch vollkommen unberührt. Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es. Unser früher Aufbruch trotz der kurzen Nacht zuvor war also eine goldrichtige Entscheidung. Und er Lohn dafür war dann die Abfahrt durch bodenlosen Pulver in die Kurzteichen.

1. Abfahrt in die Kurzteichen
Ein Pärchen, das die Spurarbeit auf dieser Seite erledigt hatte, kam einige Zeit nach uns auf der Herberge an. Und weil wir nach unserer Abfahrt in ihrer Spur wieder angestiegen sind, sei ihnen dafür auch hier noch einmal gedankt. Wir haben sie dafür mit unserer Spur auf der Gegenseite entlohnt, wo sie fürs erste hinuntergefahren sind.

Pulvertraum in der Kurzteichen
Nicht nur der erste Hang, sondern auch der nächste kurze Schlag und nach einer kurzen Schrägfahrt der lange Stockschlag hinunter in die Kurzteichen haben uns Pulverschnee vom Feinsten geboten und wir haben mehr als einmal laut gejubelt. Viel zu schnell waren die knapp 400 Höhenmeter lustvoll abgebaut.

Wiederanstieg zwischen unseren Abfahrtsspuren
Nach dem Umrüsten für den Aufstieg ging es entlang der mittlerweile durch viele Aufsteigende gut ausgetretenen Spur wieder zurück hinauf zur Herberge. 35 Minuten später waren wir schon wieder oben und haben, weil der Hang mit lediglich fünf Spuren ? einschließlich der unsrigen ? noch immer so gut wie unverspurt war, gleich wieder für die abermalige Abfahrt umgerüstet.

Zweite Abfahrt von der Herberge in die Kurzteichen
Ein zweites Mal ging es also genauso lustvoll wie beim ersten Mal wieder hinunter in die Kurzteichen. Wieder hat uns der Pulverschnee um die Ohren gestaubt. Und wäre nicht der lange Stockschlag , den ich mit einer sehr hoch angelegten Schrägfahrt noch ein bisschen kunstvoll verlängert habe, irgendwann aus gewesen, wir wären bis Kalwang hinaus weitergefahren, ohne stehen zu bleiben, so viel Spaß hat es gemacht.

Zweiter Wiederanstieg aus der Kurzteichen
So aber ging es in der Spur, die vom letzten Aufstieg fast noch warm war, wieder aufwärts. In derselben Zeit wie beim ersten Mal sind wir wieder hinauf zur Herberge. Nur, dass wir diesmal ein paar Meter über unseren schon festgetretenen Umrüstplatz hinaus weiter auf die Westseite gegangen sind. Dort haben wir uns nach mittlerweile über 1.600 Hm im Anstieg über unsere Jausenreste her gemacht. Danach wurden die Felle ein letztes Mal abgezogen und endgültig verstaut.

Überraschend guter Schnee im ersten Teil der Talabfahrt
Von der Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt der Tour haben wir uns keine großartigen Erwartungen gemacht. Und waren wir im Vorfeld schon froh, halbwegs unbeschadet durch die Bereiche mit Bruchharsch zu kommen, so wurden wir gleich am ersten Hang hinunter zum nächsten Forstweg sehr positiv überrascht. Der Schnee war auch hier an der Westseite bestens fahrbar und die dünne plattige Oberfläche, die inzwischen auch etwas weicher geworden war, überhaupt kein Problem.

Abfahrt auf der Brunnebenalm
Am Forstweg ging es in unserer Aufstiegsspur zurück zur Brunnebenalm und weiter entlang des Aufstiegweges hinunter. Anfangs war der Schnee noch gut, danach folgten einige wenige Schwünge in einem Schnee der Marke "unfahrbar". Mit der Hangexposition spielend haben wir aber unmittelbar danach wieder nicht nur gut fahrbaren, sondern nahezu perfekten Pulverschnee auf unserer weiteren Abfahrtlinie vorgefunden.

Herrlicher Pulverschnee im lichten Hochwald
Auch die Steilstufe hinunter zum nächsten Forstweg haben wir im lichten Hochwald in bestem Pulverschnee zurückgelegt, der sich im Schatten auch an der Oberfläche nicht umgewandelt hatte. Danach ging es am flachen Forstweg zuerst im tiefen Schnee etwas mühsam weiter. Aber ab der Stelle, wo wir auf den geräumten Weg gestoßen sind, ging es sehr hurtig zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Lungenstrudelsuppe
Danach ging es zum Auffüllen der Speicher zum verdienten Einkehrschwung. (Zusatzinformation für Heinrich: es gab wahlweise Grammel- oder Lungenstrudel in der Suppe). Und nach der Heimfahrt und einer Ruhephase wurde mit den Nachbarn am Abend auch noch Chinesisch Neujahr (Eingeweihte wissen, was wir seit 14 Jahren wirklich feiern) zelebriert.



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