Schererkogel (49x)

am 03.02.2009

Schererkogel 450 m - 760 Hm

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mit dabei:
Brigitte und die Adams (als Fotografen und Fans)


Viele Spuren im Schnee
Seit Jahren habe ich mit Otmar Adam, dem Eigentümer meiner Lieblingsbuschenschank am Schererkogel eine Vereinbarung, dass ich ihm bei passender Schneelage die Nordseite seines Kogels mit schönen Schispuren verzieren werde. Als er mich gestern, gerade als ich mich für die Abfahrt von der Mugel bereit gemacht habe, angerufen hat, um mir mitzuteilen, dass heute die letzte Chance sei, bevor der schöne Schnee wieder wegschmilzt, habe ich sofort für den heutigen Nachmittag umdisponiert und mich frei gemacht.

Erster Gipfelanstieg
Von Steinbach aus ging es zuerst entlang der tief verschneiten Schotterstraße durch den Wald hinauf. Ab der zweiten Kehre habe ich mich aber für den weiteren Aufstiegsweg durch den Weingarten entschieden. Der Sauvignon blanc war bis hinauf zum Buschenschank daher meine Begrenzung auf beiden Seiten. Die Familie Adam und die drei Hunde haben mich bei der Laube willkommen geheißen bevor ich zum ersten Mal den Gipfel des Schererkogels mit dem markanten Klapotetz entlang der Weinstöcke erklommen habe.

Erste Abfahrt
Nach dem Abfellen und dem Umrüsten für die Abfahrt ging es entlang der Aufstiegsspur wieder talwärts. Wider Erwarten war der sehr schwere Neuschnee auf der harten Unterlage doch sehr gut fahrbar und so bin ich gleich rechts an der Laube vorbei noch durch den Gelben Muskateller bis zum unteren Ende des Weingartens gefahren.

Einer von 49 Gipfelgängen
Wieder wurde aufgefellt und in derselben Rebsorte ging es wieder nach oben. Die zweite Abfahrt vom Kogel ging dann , so wie auch die nächsten 43 nur mehr bis zur Laube. Da habe ich dann auch den Rucksack abgelegt und mir für alle weiteren Aufstiege das Auffellen nicht mehr angetan. Ab jetzt wurde mit geschulterten Schiern in der Aufstiegsspur gestapft und anschließend wieder abgefahren.

Der Schererkogel im neuen Design
Und bin ich anfangs noch tief eingesunken, so wurde die Stapfspur mit jedem Aufstieg fester. Zwischendurch gab es nicht nur anfeuernde Zurufe durch die Gastgeber, sondern auch noch Labung in flüssiger Form. So bin ich in einer Tour immer von der Laube weg rauf und gleich anschließend wieder runter. Zuletzt ging es oberhalb der Schneehäufen am Parkplatz in einer Schrägfahrt zurück zur Laube.

Treue Fans bewundern das neue Design des Schererkogels
Zusehends hat sich auf diese Weise der Hang mit gleichmäßigen Spuren gefüllt und nur unterbrochen von einigen kurzen Getränkepausen habe ich meine Tour so lange fortgesetzt, bis nach gezählten 45 Rundläufen die gesamte Nordseite des Kogels mit Spuren versehen war.

Zweite ?Welschriesling ? Abfahrt?
Jetzt wollte ich zum Abschluss auch noch an der steileren Südseite zwischen den Weinstöcken meine Spuren in den Schnee zeichnen. Also wurde der Kogel abermals erklommen und beim Klapotetz ging es durch den Welschriesling in Richtung Süden. Das Zurückstapfen mit Einsinken bis zum Knie war nach dem festgetretenen Weg an der Nordseite jetzt doch ungewohnt.

?Welschriesling ? Spuren?
Nichts desto trotz bin ich dann noch weitere zweimal durch den Welschriesling abgefahren und wieder zurück nach oben gestapft. Zur Nachahmung ist diese Übung zwischen den ca. 2,8 m breiten Weinzeilen nur dann empfohlen, wenn man vorher die ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers eingeholt hat. Die Sportausübung in landwirtschaftlichen Kulturen ist , und das ist klar, nämlich grundsätzlich verboten. Aber ich hatte ja die Order von Otmar, mit meinen Schiern anzurücken.

Allerletzte Abfahrt (46. an der Nordseite)
Schließlich bin ich noch ein letztes, das 46. Mal an der Norseite, diesmal rechts von der Aufstiegsspur direkt neben den Weinstöcken zur Laube abgefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Nebel, der sich zwischendurch über den Kogel gelegt hatte, auch wieder weitestgehend verzogen.

Köstliche Selchwürste
Nach dem Verstauen der Ausrüstung und dem Kleiderwechsel folgte dann das kulinarische Highlight dieser Tour. Nach dem Stillen des großen Dursts haben wir uns zusammen mit der Gastfamilie mit Fritattensuppe, köstlichen Selchwürsten und Strudelvariationen gelabt. Eine anschließende Verkostung von Fassproben der vorher ?befahrenen? Sorten Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc (die übrigens nächste Woche gefüllt werden) hat das Mahl abgerundet.

In der gastlichen Küche bei den Adams
All die uns dargebotenen warmen Köstlichkeiten gibt es natürlich im Buschenschankbetrieb www.adam-schererkogl.at/ nicht, dafür aber die altbewährten kalten Delikatessen ? und natürlich den guten Wein dazu. Der Buschenschank hat nach der Winterpause ab 6.2. wieder Freitag bis Sonntag jeweils ab 14.00 Uhr geöffnet. Ab Mai ändern sich dann die Öffnungszeiten auf Dienstag bis Sonntag ebenso jeweils ab 14.00 Uhr. Und dass der Parkplatz unterhalb des Nordhanges des Schererkogels lawinensicher gelegen ist, kann ich nach so vielen Abfahrten jedenfalls bestätigen.

Unsere Gastgeber: Carina, Gerald, Helga und Otmar
Viel zu schnell war dieser besondere Nachmittag vorüber und wir danken Otmar, Helga, Gerald und Carina für die Gastfreundschaft. Für die fotografische Dokumentation und das Ausharren während meines dreistündigen Rundlaufs muß ich noch einen besonderen Dank an die Gastfamile und meiner Brigitte sagen. Jedes noch so langweilige Schirennen ist sicher spannender als mir bei meinen Auf und Abs zuzuschauen und zuzubellen.

P.S.:
Der verzierte Schererkogel bei Sonnenschein
Das Ergebnis meiner "Schererkogel-Verschönerungsaktion", obwohl ich weiß dass man diesen gottvollen Flecken Erde absolut nicht mehr verschönern kann, hat Otmar am nächsten Tag bei Schönwetter festgehalten.
Der verzierte Schererkogel bei Sonnenschein



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