Tockneralm

am 07.02.2009

Tockneralm 2.304 m - 1.050 Hm

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mit dabei:
Der Hase


Aufbruch um ¾ 6 Uhr
Ein Wochenende bei Vater in der Krakau ist in Winterszeiten ohne ein kleine Schitour zwischendurch eigentlich gar nicht vorstellbar. Da eine Front im Anzug war, wollte ich die Tour schon beendet haben, bevor diese eintraf. Also habe ich meiner Stirnlampe, die sowieso immer im Rucksack ist, neue Batterien verpasst und bin schon knapp vor ¾ 6 Uhr vor dem Elternhaus gestartet.

Die Stirnlampe gibt Licht für den Aufstieg bis zur Waldgrenze
Während der Nacht hatte es geregnet und auch bei meinem Aufbruch hat es noch aus der Nebeldecke genieselt. Dementsprechend faul war die Schneedecke bis hinauf zur Schipiste, die ich diesmal der Höfl - Leite vorgezogen habe. Nach dem Verlassen der Piste bei der Bergstation des Schilifts, bin ich gleich mehrmals ordentlich tief eingesunken.

Die Spur meines unsichtbaren Begleiters im Lichtkegel der Lampe
Und genau dort, wo ich beim letzten Mal festgestellt habe, dass sich das Wohnzimmer meines ständigen Begleiters, des Hasen befindet, hat sich plötzlich ein Fell vom Schi verabschiedet. Da wird wohl doch nicht Meister Lampe, den ich im Schein meiner Stirnlampe nicht gesehen habe ? seine Spuren aber sehr wohl ? in der Dunkelheit nachgeholfen haben?

Leichter Schneefall oberhalb von 1.600 m
Dieses déjà vu (siehe Tour vom 29.12.2008) war nicht erfreulich. Also habe ich das Fell sehr vorsichtig wieder fixiert. Zum Unterschied von damals hätte ich aber auch noch ein Reservefell im Rucksack gehabt. Zum Glück ging es also auf Schiern weiter den Hohlweg hinauf bis zum Fixl ? Weg. Der war bis hinauf zur Hütte teilweise ziemlich tief geräumt. Dementsprechend schneller bin ich in diesem Bereich weiter gekommen.

Die gottlob tragfähige Spur knapp unterhalb der Waldgrenze
Auf Höhe der Hütte ist der Nieselregen in leichten Schneefall übergegangen. Die Beschaffenheit der Schneedecke ab dem Verlassen des Weges hat alle Sensoren für die spätere Abfahrt bereits auf ?Achtung!? gestellt, so brüchig war sie. Einzig die vorhandene alte Spur hat halbwegs getragen. In ihr ging es hinauf bis zur Waldgrenze.

Tolle morgendliche Wolkenstimmung über der Krakau
Nach einer kurzen Rast habe ich die Stirnlampe ausgeknipst und bin ohne künstliches Licht ? es war inzwischen hell genug ? weiter angestiegen. Die Nebeldecke hat sich hinter mir sehr rasch gehoben. Gleichzeitig hat sich auch die Wokenbasis vorerst rapide gesenkt. Also habe ich eine weitere Pause zum Zwecke der Ermittlung der richtigen Marschzahl auf meinem im LVS-Gerät eingebauten Richtungskompass eingelegt.

Rasch aufsteigender Nebel oberhalb der Waldgrenze
Gleich darauf hat sich aber die Wolkendecke wieder gehoben und ist überdies brüchig geworden. Dafür ist aber ein kühles Lüfterl aufgekommen, das meine Schritte beflügelt hat. Viele Fotostopps zum Festhalten von tollen Wolkenstimmungen haben mich aber gleich wieder eingebremst.

Der kurze Moment mit halbwegs guter Sicht am Gipfel
2 Sunden und 10 Minuten nach meinem Aufbruch war ich am Gipfel. Nach dem Umkleiden galt es dann, die Morgenstimmung mit der Kamera einzufangen. Es blieben aber nur wenige Augenblicke, in denen die Sicht ins Tal halbwegs frei war. Ansonsten hat die Staubewölkung schon den Einsatz der weiter unten auch für den Rückweg festgelegten Marschzahl befürchten lassen.

Wolkenstimmung über der Krakau bei der Abfahrt zum Niederfeld
Schließlich war die Sicht so gut, dass ich mir dieses Procedere ersparen konnte. Durch ungewöhnlich hohe Windgangel ging es zuerst am Hochfeld in Richtung Ost-Südost. Danach aber gab es einen gut tragfähigen Harschdeckel , stellenweise mit einer ganz dünnen Pulverschneeauflage. Auf diesem bis zur Waldgrenze abzufahren war schon das Highlight dieses Tages.

?Plattenpulver? der Marke ?Unfahrbar?
Unmittelbar unterhalb der Waldgrenze bin ich nämlich ansatzlos erstmals im Bruchharsch eingebrochen. Ab da galt es nur mehr, unbeschadet wieder den Fixl ? Weg zu erreichen. Ich hab schon sehr oft viel besseren Schnee nicht gelobt, der heutige in diesem Bereich hat aber alles bisher Dagewesene geschlagen. Mehr als einmal habe ich nach einer langen Schrägfahrt mit einer Spitzkehre die Richtungsänderung erledigt.

Im Gänsemarsch über die Slalompiste
Am Weg angekommen ging es sehr hurtig weiter talwärts. Und die abschließende Faulschneepartie, vor der ich ebenso Bammel gehabt hatte, war mehr als harmlos. Der nasse und schwere Schnee im Hohlweg war nämlich gar nicht so schlecht zu fahren. Einzig nach der vorletzten Zaunquerung beim ?Hasenwohnzimmer? bin ich auf der flachen Wiese hinüber zum Schilift noch mehrmals tief eingebrochen

?Pistenpolizei? am Krakauer FIS Hang
Am Schilift war trotz der frühen Stunde auch schon sehr reger Betrieb, finden doch an diesem Wochenende die Krakauer FIS ? Tage statt. Im Gänsemarsch sind die Läuferinnen mit geschulterten Schiern die Slalomstrecke hiuntergegangen und haben mit den Schischuhen die etwas aufgeweichete Piste verfestigt. Schneller als die (Pisten-)polizei erlaubt, bin ich jedenfalls schnurstracks nach Hause gefahren und habe den inzwischen schon sehr großen Hungen mit dem zweiten Frühstück gestillt.

Um 9.13 Uhr war die Tour jedenfalls schon wieder beendet.Gerade richtig, denn eine Stunde später hat es zugezogen und als die Herrenabfahrt bei der Schi WM begonnen hat, hat es in der Krakau satt zu regnen begonnen. Die Piste beim FIS Slalom hat trotzdem ertaunlich gut gehalten und Bernadette Schild /die kleine Schwester von der Marlies) hat den ersten Slalom dieses Wochenendes für sich entschieden.

Speckjause am Nachmittag
Und der Heinrich? Der hat jetzt die ganze Geschichte lesen müssen, ohne auch nur annähernd auf seine Kosten zu kommen. Da es kein Foto von den Frühstückssitzungen gibt, will ich ihn mit einem von der nachmittäglichen Speckjause entschädigen. Mahlzeit!



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