Plöschkogel

am 18.02.2009

Plöschkogel 1.668 m - 685 Hm

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mit dabei:
Christoph


Tief verschneite Hütte am Weg zum Plöschkogel
Christoph hat trotz Ferienzeit einen sehr gedrängten Terminplan und daher nur den Mittwochnachmittag für uns beide reserviert. Eine schnelle Nachmittagstour zu machen und das bei sehr hoher Lawinenwarnstufe bedurfte als Ziel eines besonderen Berges. Und da hat sich wieder einmal der Plöschkogel geradezu aufgedrängt.

Vom Wind geformte Dachlandschaft in der Ramsau
Bei der Anfahrt hat es am Präbichl bei -10 Grad noch gestürmt. Die Auffahrt von Eisenerz in die Ramsau hat uns einen kurzen Zwischenstopp im Steilstück zum Anlegen der Ketten beschert. Wie groß war da die Freude, dass es am Ausgangspunkt der Tour trotz gleich tiefer Temperatur komplett windstill war.

Aufstieg beim Forsthaus
Bei unserem Aufbruch ist sogar die Sonne fast durch die Wolkendecke, aus der es leicht geschneit hat, durchgekommen. Ein Stück der Rodelpiste war vorerst noch präpariert, danach gab es eine gut ausgetretene Spur. Ab der Abzweigung zur Hochalm war diese immer noch vorhanden und hat uns den weiteren Aufstieg durch die Lasitze , vorbei am Forsthaus , sehr erleichtert.

Aufstieg von der Lasitze zum Plöschkogel
Als die Spur am Ende des Grabens dann zum Plöschkogel hinauf geführt hat, waren wir sehr froh, denn am Weg zum Kragelschinken wäre es wegen des Windes im Gratbereich sicher sehr ungemütlich geworden. Wir sind also der Spur weiter gefolgt und haben sehr schnell an Höhe gewonnen.

Aufstieg von der Lasitze zum Plöschkogel
Stellenweise war der Schnee neben der Spur so tief, dass die Stöcke darin fast zur Gänze versunken sind. All denen, die für uns am Vormittag diesen bequemen Aufstiegsweg mühsam gespurt haben, sei an dieser Stelle als Dank ein Schluck aus dem Flachmann bei unserem nächsten Treffen ausgelobt.

Aufstieg durch den Wintermärchenwald zum Plöschkogel
Vorbei ging es an der tief verschneiten Hütte und weiter hinauf durch den ebenso tief verschneiten Wald. Nach 1 Std 25 min Aufstiegszeit haben wir den Gipfel erreicht. Und was wir im Vorfeld nicht für möglich gehalten hatten, es herrschte auch hier oben Windstille. Während rundherum der Wind den Schnee von den Bäumen gebeutelt hat, hat er uns in Ruhe unsere Jause verzehren lassen.

Gipfelfreude am Plöschkogel
Allzu lange haben wir uns ja ohnedies nicht aufgehalten, weil ? 10 Grad auch bei Windstille nicht unbedingt gemütlich sind. Also haben wir für die Abfahrt umgerüstet und alle Luken dicht gemacht. Denn, dass es ordentlich stauben würde bei der Abfahrt, war schon jetzt sicher.

Bodenloser Pulver bremst in den flachen Passagen
Anfangs hat es noch nicht wirklich gestaubt, denn in den Flachpassagen hinunter in Richtung Kaltenbach sind wir entweder in der Abfahrtsspur sehr schnell dahingepfiffen, oder daneben im Tiefschnee stecken geblieben.

Einfahrt in die Kaltenbachrinne
Im flachen windausgesetzten Stockschlag oberhalb der Kaltenbachrinne haben wir ganz kurz auch mit dem Wind Bekanntschaft gemacht, der hier auch einige hohe Wechten aufgebaut hat. Aber ab dem Eintauchen in den Wald waren wir nur mehr mit ohne Windeinfluss gefallenem Pulverschnee beglückt.

Pulvertraum in der Kaltenbachrinne
Der Pulverschnee war aber in einer solch großen Menge vorhanden, dass man beim Luft holen immer Acht geben mußte, nicht zu viel davon zu verschlucken. Die Abfahrt durch die Kaltenbachrinne wurde so wie das Schwimmen im Kraulstil ein lustvolles Wechselspiel zwischen Eintauchen mit Luft anhalten und Auftauchen mit Atmen.

Abfahrt hinunter zur Sprungschanze
Viel zu schnell war dieser Abschnitt der Abfahrt vorbei. Aber auch im nächsten Schlag hinunter in Richtung Sprungschanze gab es ähnlich viel Schnee. Lediglich hat hier durch die fehlende Steilheit des Geländes der Schnee teilweise wieder als Bremse fungiert.

Zurück am Ausgangspunkt nach der Langlaufeinheit
Nach der flotten Abfahrt durch die Abfahrtsspur bis zum Schanzenauslauf gab es dann noch die obligate Langlaufeinheit entlang der Loipe mit der Gegensteigung zurück zum Parkplatz. Um ½ 5 Uhr haben wir die Tour schon wieder beendet und den Heimweg mit Zwischenstopp zur Kettendemontage angetreten.

Am Präbichl hat es wieder ordentlich gestürmt. Ein entgegenkommender Autofahrer hat offensichtlich etwas die Orientierung verloren und seine Straßenseite mit der unsrigen verwechselt. Der Beinahe ? Frontalzusammenstoß auf der rutschigen Straße war die einzige haarige Situation auf dieser Tour.

Wegen Christophs Abendtermin (Frisbee Training) ging es ohne Einkehrschwung auf direktem Weg nach Hause. ?Und der Heinrich?? wird sich der geübte Leser meiner Tourengeschichten fragen. Ja, der geht diesmal leider leer aus, was aber nicht als Vorbote der bevorstehenden Fastenzeit zu werten ist. Dass wir zu Hause aber jedenfalls noch mit Essen versorgt wurden, braucht nicht extra erwähnt zu werden.



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