Plannerrunde Südwest

am 31.03.2009

Karlspitze 2.097 m, Schreinl 2.154 m und Jochspitze 2.037 m - 860 Hm

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mit dabei:
Gerhard, Bernhard und Franz



Frühstück bei Kotzbeck - Loh
Unser heuriger Schitag hat für meine Mitfahrer und mich bereits recht früh, dafür umso feiner begonnen. Das opulente Frühstück bei Kotzbeck-Loh (Danke Eva!) hat uns den nötigen Energieschub für einen sportlichen Arbeitstag gebracht.

tierische und menschliche Spuren im Schnee
Nach problemloser Anreise haben wir uns auf der Planneralm mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen zur Koordination des weiteren Tagesablaufs getroffen. Nach dem Organisieren der Liftkarten für die Pistenschifahrer haben sich diese in Richtung der mechanischen Aufstiegshilfen verabschiedet.

Aufstieg zur Karlspitze
Wir Tourengeher sind etwas zeitverzögert gestartet, da Gerhard erst die technischen Probleme seines Hightech-Rucksacks beheben musste. Bis zum Kinderlift haben wir die Schier noch getragen, danach sind wir in Richtung Goldbachscharte aufgestiegen.

Aufstieg zur Karlspitze
Den letzten Hang unterhalb der Scharte haben wir aber links liegen lassen und sind weiter an der Nordseite und danach in wenigen Kehren in die nächste Scharte auf den Kamm zwischen Jochspitze und Karlspitze angestiegen.

Blick zur Schoberspitze
Von dort ging es dann problemlos am Kamm in Richtung Karlspitze. Lediglich der etwas steilere Gipfelaufbau hat ein bisschen Konzentration beim Steigen verlangt. Nach 1 Std 50 min sehr gemütlicher Aufstiegszeit mit vielen Pausen waren wir am ersten Gipfel dieses Tages.

Die Schoberspitze als Insel im Nebelmeer über dem Ennstal
Die Sicht in alle Richtungen war zu diesem Zeitpunkt frei, der Blick über die Hochnebeldecke im Ennstal war überwältigend. Den Gipfelaufenthalt haben wir daher einmal ausgiebig genossen.

?Höhenwanderung? von der Karlspitze zum Schreinl hoch über dem Nebelmeer im Ennstal
Danach ging es ? gleich auf Fellen ? einige Meter an der Westseite hinunter und weiter entlang des überwechteten Gratrückens in südlicher Richtung zum Schreinl.

Plötzlicher Nebeleinfall am Kamm zwischen Karlspitze und Schreinl
Im zweiten Drittel der Überschreitung ist plötzlich dichter Nebel eingefallen. Zum Glück hat ein Tourenkollege vor uns mit seinem Hund eine sehr deutliche Aufstiegsspur zum Schreinl und in weiterer Folge eine ebensolche Abfahrtsspur zum Goldbachsee (wir konnten von der Karlspitze bei noch herrlicher Sicht seine Abfahrt beobachten) hinterlassen. Hätten wir diese nicht gehabt, wir hätten auf der Stelle umdrehen und uns mitttels backtrack-Funktion entlang unserer Spuren zurücktasten müssen.

Die letzten Meter zum Gipfel des Schreinl
So aber sind wir im dichten Nebel und bei stärker aufkommendem Gegenwind der Spur gefolgt und haben nach einer weiteren Gehzeit von einer knappen halben Stunde den zweiten und höchsten Gipfel dieses Tages erreicht.

Beginn der Abfahrt vom Schreinl
Rund ums Gipfelkreuz war es gespenstisch ruhig und unerwartet windstill. Nach der Jausenpause haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Nur wenige Meter weiter östlich hat der Wind wieder sehr ordentlich geblasen. Das war beim Abfellen und Umrüsten für die Abfahrt zwar etwas hinderlich, aber nicht wirklich ein Problem. Hatten wir ursprünglich die Absicht, noch bis zum Pkt 2.100 zu gehen und von dort abzufahren, so haben wir wegen der nach wie vor fehlenden Sicht diesen Plan spätestens jetzt verworfen.

Abfahrt vom Schreinl
Entlang der vorhandenen Abfahrtsspur sind wir zuerst in Richtung Goldbachsee abgefahren. Als es dann aber plötzlich aufgeklart hat, sind wir etwas weiter östlich in die nächste Rinne eingefahren und haben durch diese sehr genussvoll unsere Höhe wieder abgebaut.

Wechtenbildung im Bereich der Goldbachscharte
Am Karboden sind wir dann in Richtung Osten noch etwas abgefahren, bevor wir wieder die Felle für den letzten Anstieg des Tages aufgezogen haben. Entlang der vorhandenen Aufstiegsspur ging es dann in einer weiteren knappen halben Stunde zur Jochspitze, dem letzten Gipfel dieses Tages hinauf. Die Goldbachscharte haben wir dabei wieder links liegen lassen.

Jochspitze 2.037 m
Knapp unterhalb des Gipfels hat sich auch hier die Sonne hinter der Staubewölkung aus dem Süden versteckt. Entsprechend mies war auch die Sicht in Richtung unserer Abfahrtsroute zurück in den Plannerkessel.

Abfahrt von der Jochspitze
Da wir aber genug Zeit hatten, haben wir diese neben dem aus Schiern selbst gebauten Gipfelkreuz mit Zuwarten bis zum ultimativen Zeitpunkt mit besserer Sicht verbracht. Als diese sich dann eingestellt hat, haben wir schnell angeschnallt und sind in die Nordflanke der Jochspitze eingefahren.

Abfahrt zurück in den Plannerkessel
Der Schnee hatte sich zwar auch hier an der Nordseite schon stark umgewandelt und war dementsprechend schwer. Durch die Steilheit des Geländes war er aber noch bestens fahrbar und wir haben auch hier die schweißtreibend erarbeiteten Höhenmeter wieder genussvoll abgebaut. In etwa entlang des Weitwanderweges ging es dann zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Erfahrungsaustausch beim Einkehrschwung
Beim anschließenden kurzen Einkehrschwung haben wir Gelegenheit gehabt, mit den Pistenschifahreren Teambuilding zu betreiben und die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Im Namen aller beteiligten Kollegen und Kolleginnen danke ich unserer Geschäftsleitung dafür, dass sie uns wieder die Gelegenheit geboten hat, uns in der freien Natur gemeinsam sportlich zu betätigen und dabei das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Kirchenruine St. Ägydius
Am Heimweg haben wir dann noch einen kurzen Stopp eingelegt und die Kirchenruine St. Ägydius am Ilgenberg besichtigt. So hat dieser sportliche Tag auch noch einen kulturellen Abschluss gefunden.

PS: (für Heinrich)
Beim Einkehrschwung waren die obligate Leberknödelsuppe und Ennstaler Kasnocken die georderten Magenfüller.



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