Tockneralm

am 06.04.2009

Tockneralm 2.304 m - 1.050 Hm

Zurück

mit dabei:
Der (Oster)Hase, der Salamander, das Schneehuhn, viele Vogerl ...


Ungewöhnlich hohe Außentemperaturen herrschten in den letzten Tagen, zudem hatte es am Vorabend auch noch leicht geregnet. Gegen Mitternacht hat es aber aufgeklart. Das war für mich Grund genug, wegen eines anschließenden Termins sehr zeitig in der Früh aufzubrechen.

Höhenjustierung knapp vor dem frühen Aufbruch
Bei meinem Start um 5 Uhr hatte es auf 1.255 m 1,8 Grad plus. Dementsprechend faul war auch der Schnee bis hinauf zur ersten ausgefahrenen Abfahrtspur vom Schilift herunter. Am Weg zur Bergstation des Tellerlifts habe ich gleich wieder abschnallen müssen, da dieser ausgeapert war.

Und weil ich schon so in Schwung war, bin ich mit geschulterten Schiern auch gleich die Piste hinauf gerannt. Die war aber stellenweise so eisig, dass es mir einmal um Haaresbreite die Füße unter dem Körper weggezogen hat. Zum Wiedererlangen der Balance habe ich ein Stück nach unten laufen müssen um danach reumütig auf Schiern wieder anzusteigen.

Stipvisite im unaufgeräumten Wohnzimmer des Hasen.
Spätestens am Weg von der Schilift Bergstation hinüber zum Hasenwohnzimmer hätte ich sie sowieso gebraucht. Dort angekommen. mußte ich feststellen, dass der Ordnungssinn des Hasen nicht übermäßig ausgeprägt ist. Den Boden hat er schon lange nicht mehr ausgekehrt. Aber möglicherweise hat er ja um diese Jahreszeit ziemlich viel außer Haus zu tun und besucht als Osterhase brave (große und kleine) Kinder.

Die hohen Temperaturen haben auch den Salamander aus seiner Winterstarre aufgeweckt
Durch den Hohlweg ging es dann hinauf zum Raffalt- bzw. Fixlweg. Da man sich außerhalb des Gstax auch ohne Lampe ganz gut orientieren kann, habe ich diese sehr bald ausgeschaltet. Zum Glück habe ich dies nicht zu früh getan, sonst hätte ich am Ende den Salamander übersehen, der ? durch die Wärme von seiner Winterstarre aufgeweckt ? meinen Weg gekreuzt hat.

Aufstieg zwischen Fixl Hütte und Waldgrenze
Auf Höhe der Fixl Hütte hat mich ein Konzert der Singvögel weiter nach oben getragen. Die wechselnden Schneeverhältnisse im Bereich bis zur Waldgrenze hinauf habe ich sodann gleich im Anstieg studieren können. Je nach Hangexposition gab es von tiefem Sulz bis zu tragfähigem Harsch von jedem etwas. Am besten verlässt man sich ausschließlich auf seine Gehwerkzeuge; denn die Stöcke verschwinden mitunter bei Belastung völlig im bodenlos tiefen Schnee.

Am Gipfel nach 1 Std 55 min Aufstiegszeit
Ab der Waldgrenze gab es dann aber einen sehr kompakten Harschdeckel, auf dem ich in der direkten Aufstiegslinie sehr rasch an Höhe gewonnen habe. Ich habe zwar einige Fotostopps eingelegt (was kann man eigentlich in der Dunkelheit fotografieren?), aber nichts desto trotz war ich bereits um 6.55 Uhr - gleichzeitig mit der aufgehenden Sonne - am Gipfel. Mit der Aufstiegszeit von 1 Std 55 min, trotz teilweise widriger Schneeverhältnisse - bin ich sehr zufrieden.

Sonnenaufgang auf der Tockneralm
Am Gipfel war es bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt außergewöhnlich windstill. Deshalb habe ich neben dem Kleiderwechsel, dem Umrüsten für die Abfahrt und ?Guten Morgen? Telefonaten eine Unzahl von Fotos geschossen.

Graupelkugeln am Gipfel der Tockneralm
Während es im Tal am Abend etwas geregnet hatte, ist im Bereich des Gipfels der Niederschlag in Form eines Graupelschauers niedergegangen. Der Berg sah deswegen so aus, als wäre er frisch mit Hagelzucker bestreut worden.

Sehr früher Beginn der Abfahrt
Um ½ 8 Uhr habe ich dann die früheste jemals von mir gestartete Abfahrt begonnen. Am festen Harschdeckel bin ich in sehr flottem Tempo hinuntergerattert. Lediglich am Niederfeld habe ich mich einmal eingebremst, um einem Schneehhuhn bei der Nahrungssuche zuzuschauen. Danach ging es gnauso flott weiter bis hinunter zur Waldgrenze.

Tragfähiger Harschdeckel bis zur Waldgrenze
Ab da waren die Sensoren vom Aufstieg her auf ?Achtung!? geschaltet. Und war mir schon im Vorfeld klar, dass ich in diesem Bereich ein leichtes ?Krusterl? vorfinden würde, so hat sich dies bewahrheitet - nur dass es lupenreiner Bruchharsch war. Aber in der Bewältigung desselben hatte ich ja schon Übung (siehe Bericht v. 07.02.2009); nur dass diesmal zum Unterschied von damals die Sicht weiter oben grandios war.

Bruchharsch in Reinkultur
Bei Bruchharsch gibt es ja grundlegend zwei Möglichkeiten. Man kann einerseits stehen bleiben und über den Schnee schimpfen. Das ziemt sich aber nicht. Christoph, der gerade von einer mehrtägigen Exkursion vom Dachstein zurückgekommen ist, hat mir gestern gesagt, Brucharsch sei dazu da, um mindestens einmal pro Tag darin zu fahren. Und diese zweite Methode ist sicher jene, die eher zum Ziel ? sprich ins Tal ? führt.

Zurück bei der Fixl Hütte
Sehr bald hatte ich auch diesen Bereich überwunden, ohne dass ich dafür einen Schönheitspreis beanspruche. Ab der Fixl Hütte ging es danach auf dem festgefahrenen Weg talwärts. Lediglich bei den sonnenausgesetzten Passagen muß man ein wenig auf den Schneeehaufen neben der Forststraße ausweichen.

Nach der Einmündung in den Raffalt Weg ging es gleich im ziemlich tiefen Faulschnee hinunter zum Hohlweg. Dieser war mit viel Astwerk, Zapfen und Nadeln übersät. Diese Auflage hat aber den Vorteil, dass man sich um das Bremsen nicht kümmern muß. Das erledigt der BIO Mix am Boden von selbst.

Blick aus dem Hasenwohnzimmer nach Krakaudorf
Beim Hasen angekommen hat sich gezeigt, dass das Chaos in seinem Wohnzimmer inzwischen nicht kleiner geworden war. Demnach hat er im Augenblick wirklich viel zu tun. Osterhasen sind ja angeblich von der derzeit prekären Situation am Arbeitsmarkt nicht betroffen.

Sehr frühes Ende einer Schitour
Nach dem Hinüberstapfen zur Schilift Bergstation (jetzt schon im etwas tieferen Schnee als in der Früh) bin ich dann noch auf der vereisten, aber schon leicht aufgefirnten Piste bis auf Höhe des Heimathauses abgefahren. Dort habe ich bereits um 08.08 Uhr ? so früh wie noch nie - die Tour beendet.

Vaters selbstgebackenes Woaza
Dass es um diese Tageszeit noch keinen Schweinsbraten gab, wird auch der Heinrich hoffentlich verstehen. Dafür gab es beim gemeinsamen Frühstück Vaters selbst gebackenes Woaza (Reindling) mit Butter und Honig. Dies passte auch exakt zu unserem anschließenden ?Ausflug? nach St. Veit /Glan in Kärnten. Dass wir nach Vaters Arzttermin bei der Heimfahrt noch ein Schnitzel gegessen haben, wird den Heinrich aber sicher beruhigen.



Mehr Bilder zur Tour

Zurück







| Suchmaschinenoptimierung durch die Lorem Ipsum GmbH |