Kloben - Salzleiten

am 18.04.2009

Kloben 2.100 m - 1.260 Hm

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mit dabei:
Michael


Nach dem Wechtenbruch vom Montag ist Christoph bereits am Donnerstag wieder auf Tour gegangen (Veitsch über die Rodel), bevor er zu einem internationalen Frisbee Turnier in die Schweiz abgereist ist. Nachdem die Temperaturen sich nun der Jahreszeit entsprechend angepasst haben und die Schneedecke sich wesentlich verfestigt hat, habe auch ich wieder meine weggepackte Tourenausrüstung hervor geholt.

Aufbruch beim Bodenbauer, die Salzleiten hoch über uns
Einige Minuten vor 7 Uhr sind wir beim Bodenbauer aufgebrochen. Nebel hat zu diesem Zeitpunkt die Sicht nach oben teilweise verdeckt. Obwohl wir sofort anschnallen konnten, haben wir dann am Weg in Richtung Häuselalm die Schi wieder schultern müssen, da der Sommerweg schon ziemlich ausgeapert ist.

Aufstieg zur Häuselalm
Mit etwas gutem Willen hätten wir einen Weg von Schneefleckerl zu Schneefleckerl schon früher finden können, ab 1.100 m war aber jedenfalls eine geschlossene Schneedecke vorhanden. Also haben wir eine halbe Stunde nach unserem Aufbruch abermals angeschnallt und sind weiter in Richtung Häuselalm, die wir eine Viertelstunde später erreicht haben, angestiegen.

Abschnallen bei der etwas ausgesetzten Stelle
Nach einer kurzen Trinkpause ging es dann hinauf in den Häuseltrog und entlang des markierten Weges unterhalb des Häuselbergs. Während es im Tal in der Nacht geregnet hatte, war hier oben ein Graupelschauer niedergegangen. Einmal galt es aus Sicherheitsgründen ganz kurz abzuschnallen und die etwas ausgesetzte Passage zu queren. Danach wurde wieder angeschnallt und weiter ging es hinauf zur Hirschgrube.

Blick zum Zinken
Jetzt sind wir nicht dem Rechtsknick hinauf in Richtung Zinken gefolgt, sondern haben am Ende der Schneefläche die Schier aufgepackt und sind in der direkten Linie hinauf zu den Hundsböden, wo auf den freien Flächen ein Rudel äsender Gämsen kaum Notiz von uns genommen hat.

Aufstieg entlang der Hundsböden
Weiter ging es zuerst entlang der Stangenmarkierung. Danach sind wir - wie schon bei der letzten Tour auf dieser Route vor zwei Jahren - zu jener Erhebung nördlich des Kloben aufgestiegen, die mit 2.100 m auch der höchste Punkt der heutigen Tour war. Danach ging es hinunter in einen kleinen Sattel und abschließend gab es den Anstieg hinauf zum Kloben.

Tiefblick vom Kloben in die Salzleiten
Weil es diesmal - im Gegensatz zu vor zwei Jahren - absolut windstill war, haben wir den Rucksack mit den Schiern abgelegt und noch schnell den Gipfel bestiegen. Von dort haben wir den Tiefblick in die Salzleiten bei herrlichen Wolkenstimmungen rundherum kurz auf uns einwirken lassen.

Blick v. Kloben zum Beilstein
Aber weil die Quellwolkenbildung sehr rasch fortgeschritten ist, haben wir uns gesputet, sind abgestiegen und noch bis zu einer Stelle in Richtung Osten angestiegen, von wo das Schneeband in die Salzleiten durchgehend war.

Einfahrt in die Salzleiten
Auch dort haben wir uns keine lange Pause gegönnt, sondern nur für Flüssigkeitsnachschub gesorgt und für die Abfahrt umgerüstet. Schon vor ½ 11 Uhr haben wir die Abfahrt begonnen. Der Wettergott hat dies auch honoriert und die Wolken etwas zurück gehalten.

Firn pur!
So konnten wir vom ersten Meter an auf Zuckerlfirn erster Güte unsere Abfahrt mit dem Tiefblick bis zum Ausgangspunkt der Tour beim Bodenbauer genießen. Im Gegensatz zum Zagelkar, das mit seiner SO-Ausrichtung eine halbe Stunde früher schon patzweich war, so wurde uns berichtet, hat hier der Einstrahlungswinkel der Sonne für unseren Abfahrtszeitpunkt exakt gepasst.

Abfahrt über die Salzleiten
Da die Salzleiten bis hin zu jener Stelle, wo sie sich ein bisschen verengt, auch noch genügend Platz bietet, kann man überdies mit der Exposition noch ein bisschen variieren, wenn man es für nötig hält. An diesem Wundertag wäre ich aber am liebsten an jedem Fleck gleichzeitig gewesen und ebenso gerne gleich mehrmals abgefahren, so getaugt hat es mir.

Tiefblick bis zum Bodenbauer
Die Murmeltiere, die wir vom Klobengipfel beim Wohnungsputz beobachtet hatten, haben sich zwar versteckt als wir ihnen im Vorbeifahren einen Besuch abstatten wollten, aber mit uns gefreut haben sie sich sicher. Auch die Verengung mit einer kleinen Lawinenbahn darin war bestens fahrbar. Einzig Zugrisse im Hang, die teilweise mit Schnee zugedeckt, aber trotzdem sichtbar sind, sollte man nicht mit quergestellten Schiern anfahren. Da könnte es dann passieren, dass man halb darin versinkt und sich überdies weht tut.

Abfahrt oberhalb der Hundswand
Am letzten Hang hinein ins untere Schönbergkar musste ein recht steiniger Lawinenkegel gequert werden. Daneben ging es dann auch noch genussvoll hinunter. Auch der letzte Hang auf der Schönbergkarroute oberhalb der Hundswand war ? wieder mit Ausnahme eines tiefen Risses ? wie eine Piste am frühen Nachmittag eines Frühlingstages zu fahren.

Jausenpause unterm Beilstein
Auch das Hinausqueren in den Auslauf des Rauchtals war noch genauso schifahrerisch lohnend wie der Hang unterhalb des Rauchtals, den wir uns auch noch schnell gegeben haben, bevor wir endlich die längst fällige Jausenpause eingelegt haben.

Abfahrt zur Hundswand
Hinterher gab es noch einige Schwünge im etwas tieferen Firn, danach einen kurzen Abstieg durch eine, zwar noch mit Schnee gefüllte, aber zum Schifahren zu schmale Rinne und anschließend ging es in der ?Bobbahn? hinunter zur Hundswand.

Bachquerung
Bei vorsichtiger Routenwahl kann man noch ? teilweise abrutschend ? bis zum Lawinenkegel unter die Hundswand und weiter bis zum Bach abfahren, ohne abzuschnallen. Die Lawine hat aber so im Gehölz gewütet, dass man den Bach an ungewohnter Stelle queren muß, um dann weiter in Richtung Bodenbauer abzufahren.

Auf Schiern bis zum Bodenbauer
Mit Ausnahme einiger weniger kurzer Abschnallstellen kann man derzeit ? vorbei an blühenden Schneerosen - noch bis zum Bodenbauer auf Schiern abfahren. Um ½ 12 Uhr haben wir die Tour schon beendet und während des Einpackens hat es leicht zu spritzen begonnen. Richtig geregnet hat es dann erst bei der Heimfahrt im Murtal.

Knödelsuppe gemischt
Vorher aber gab es noch den obligaten Einkehrschwung. Bei Radler und diesmal wohlschmeckender Suppe (Spezialinfo für Heinrich: Leber- und Kaspressknödel gemischt) haben wir noch kurz abgeschnauft und danach ging es wieder nach Hause.



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