Großer Schober und Silberling

am 31.01.2015

Gr. Schober 1.895 m, Silberling 1.915 m - 1.240 Hm

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mit dabei:
Hans Jörg, Philipp, Michael, Andreas (Anderl) und Aragon

Chinesisch Neujahr mit Feuerzangenbowle
Obwohl mich unser Chinaexperte Philipp ausdrücklich und mehrmals darauf hingewiesen hat, dass das Jahr der Ziege erst am 18. Februar beginnt, haben wir am Vorabend - wie alljährlich um diese Zeit - unser persönliches „Chinesisch Neujahr“ zelebriert. Da war heute Ausdampfen nach der kurzen Nacht angesagt.

Aufstieg beim Reichenstaller
Als zweite an diesem Tag haben wir uns am Parkplatz beim Reichenstaller neben dem dort schon auf uns wartenden Andreas eingeparkt. Auch für Philipps tief liegendes sportliches Gefährt war die Anfahrt ohne Ketten kein Problem. Für den nötigen Grip haben wir alten Herren mit unseren Kilos (zu viel) gesorgt.

Haggenalm
Bei – 10 Grad haben wir den Aufstieg begonnen. Die wenigen Zentimeter Neuschnee der letzten Nacht zu spuren war kein Problem. So haben wir rasch den Forstweg bis zur Haggenalm hinter uns gebracht. Eingebremst haben uns nur viele Fotostopps, die die Wintermärchenlandschaft festhalten sollten.

Aufstieg in der breiten Schneise
Über die Alm ging es dann weiter hinauf und danach entlang des ehemaligen Hohlwegs bis unter die breite Schneise zwischen Gr. Schober und Leckenkoppe. In der Schneise hat Philipp noch ein Stück nach oben gespurt bevor wir uns eine Trink- und Jausenpause gegönnt haben.

Aufstieg im Bereich der Waldgrenze
Aragon hat dabei schon einmal die ersten Happen unserer Jausensemmeln eingefordert und ist auch schon einmal probehalber auf dem Bauch nach unten „gerodelt“. Nach der Pause haben wir uns in die Spur hineingestellt, die Wolfgang in der Zwischenzeit im lichten Wald nach oben gezogen hatte. Ihm sei auch an dieser Stelle noch einmal dafür gedankt.

Aufstieg im Bereich der Waldgrenze; im Hintergrund die Leckenkoppe und der Silberling
Ab der Waldgrenze ging es dann durch die märchenhafte Winterlandschaft in Richtung Gipfel. Auf den letzten Metern sind wir dann aus dem Windschatten in die frische Brise aus Nordwest gekommen. Nach 2 ¼ Stunden Aufstiegszeit (mit Pausen) war daher erst einmal das Ergänzen der Oberbekleidung angezeigt.

Blick vom Gr. Schober ins Liesingtal
Danach gab es für Aragon die Gelegenheit, seine von Andreas mitgetragene Jause durch Leckerlis von uns noch aufzubessern. Diese hat er mit seinem treuherzigen Blick natürlich nicht ungenützt verstreichen lassen und sich auch so noch zusätzliche Energie für die „Abfahrt“ angefuttert.

Gr. Schober 1.895 m
Lange hat uns der kalte Wind nicht die Rundumsicht auf diesem herrlichen Aussichtspunkt über dem Liesingtal genießen lassen. Daher haben wir unsere Ausrüstung auf Abfahrtsbetrieb umgestellt und die erste Genussabfahrt des Tages begonnen.

Abfahrt vom Gr. Schober
Zuerst sind wir entlang des Kamms noch ein Stück nach Westen gefahren. Danach ging es zuerst über freie Flächen, anschließend durch unverspurte Waldschneisen talwärts. Aragon hat sich ein bisschen geplagt, aber er hatte ja auf Vorrat gefressen.

Abfahrt vom Gr. Schober
Sehr schnell waren wir wieder am unteren Ende jener Schneise, durch die wir den Gipfelanstieg begonnen hatten. Noch ein kurzes Stück sind wir in den tief verschneiten Wald hinein gefahren und haben dort die Felle wieder aufgezogen.

Blick vom Sauboden zum Silberling
Zuerst durch den Wald, danach über die freien Flächen haben wir in weiterer Folge eine Spur zum Sauboden hinauf gezogen. Ein WUMM Geräusch hat uns den labilen Schneedeckenaufbau signalisiert. Die Leckenkoppe haben wir diesmal rechts liegen lassen, weil die Flanke bis weit in den Wald hinein stark eingeblasen war.

Leichtes Flankerln aus der Staubewölkung bei gleichzeitig blauem Himmel
Mit den gebührenden Entlastungsabständen sind wir vom Sauboden bis hinauf zur allgemeinen Aufstiegsspur auf dem Rücken weiter angestiegen. In der verfestigten Spur sind wir dann bei leichtem „Schneeflankerln“ aus der Staubewölkung bei gleichzeitig blauem Himmel zum zweiten Tagesgipfel aufgestiegen.

Die Finger bleiben da!
50 Minuten nach dem Beginn unseres Wiederanstiegs waren wir am Silberling. Gleichzeitig mit unserer Ankunft ist auch der Wind eingeschlafen. Daher haben wir uns einen längeren Gipfelaufenthalt gegönnt. In deren Verlauf hat Aragon wieder seine Rationen eingefordert – und sie natürlich auch bekommen.

Abfahrt vom Silberling
Das abfahrerische Highlight folgte sodann mit der ostseitigen Abfahrt. Bis hinunter zu unserer Aufstiegsspur am Sauboden war kein schircher Schwung dabei. Und sicher mehr als einmal haben wir dabei gejauchzt.

Abfahrt vom Sauboden
Auch die weitere Abfahrt hinunter in Richtung Forstweg hat noch einige sehr schöne Passagen für uns bereit gehalten. Einzig Aragon, der sich im Steilen leichter tut und bei jedem Schritt eingebrochen ist, hat sich nicht so sehr darüber gefreut.

Abfahrt vorbei am Reichenstaller
Schließlich hatte auch er am Forstweg wieder festen Untergrund unter seinen Beinen. Auf diesem haben wir in flotter Fahrt den Ausgangspunkt der Tour ohne einen einzigen Steinkontakt wieder erreicht. Wie viele Gleichgesinnte an diesem Tag im Talkessel unterwegs waren, haben wir auf der Heimfahrt bemerkt. Bis hinaus unterhalb der Auffahrt zum Jansenberger war jedes freie Fleckerl am Wegrand zugeparkt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Autos in der Liesing gesehen zu haben.

Gebackenes Kotelett
Der kulinarische Teil der Tour ging dann ohne Aragon, der den Einkehrschwung im Auto verschlafen hat, vonstatten. Den Heinrich wird interessieren, dass es nach der Fritattensuppe ein gebackenes Kotelette mit Reis und Salat zum Auffüllen der Energiespeicher gab. Und weil ich bei der Abendeinladung bei Andreas und Gisela (Danke!) beim Raclette auch noch einmal ordentlich zugelangt habe, brauche ich bald wieder eine Tour um den angefutterten Vorrat wieder abzubauen.



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